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Das ändert sich beim BAföG

Nach der Schule ändert sich einiges: Man beginnt eine Ausbildung oder ein Studium, zieht aus, vielleicht sogar in eine andere Stadt. Jetzt fängt das Leben erst so richtig an, stimmt’s? Ganz so einfach ist es nicht. Viele junge Erwachsene stehen plötzlich vor einem Haufen Fragen: Wie bezahle ich die Wohnung? Brauche ich einen Nebenjob? Wie viel Zeit bleibt fürs Studium?
Ganz besonders schwer hat es da, wer sich auch noch um pflegebedürftige Angehörige kümmert. Das Kindergeld reicht meistens nicht, der Nebenjob frisst ordentlich Zeit und oft leiden das Studium und soziale Kontakte.
Zum Glück gibt es in Deutschland das Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz: BAföG. Dank ihm können junge Menschen während ihres Studiums oder ihrer Ausbildung finanzielle Unterstützung erhalten. Vor Kurzem wurde das Gesetz noch einmal verbessert – und entlastet nun auch stärker junge Erwachsene mit Pflegeverantwortung. 

1. Mehr Geld zum Leben

Lebensmittel, Kleidung, Bildung und Freizeitaktivitäten werden teurer. Das ist zwar bis zu einem gewissen Grad normal, doch für junge Menschen in der Ausbildung oft besonders spürbar. Das BAföG-Geld wird daher insgesamt erhöht. 

2. Mehr Geld zum Wohnen

In Deutschland steigen die Mieten, vor allem in Städten, in denen viele Menschen studieren. Deshalb wird der Wohnzuschlag erhöht – es gibt also mehr Geld für die Monatsmiete.

3. Mehr Menschen fördern

Ob man BAföG bekommt oder nicht, hängt davon ab, wie viel die Eltern verdienen. Diese sogenannte Einkommensgrenze wird jetzt angehoben. So können noch mehr Schülerinnen, Schüler und Studierende BAföG-Geld erhalten.

4. Höhere Rücklagen erlaubt

Ob vom Sparbuch der Eltern, mit dem Taschengeld von Oma und Opa oder durch den Ferienjob: Manchmal haben junge Menschen Erspartes auf dem Konto. Doch wer bisher mehr als 7.500 Euro hatte, konnte kein BAföG bekommen. Dieser Betrag wird angehoben, auf 8.200 Euro.

5. Mehr Entlastung für Pflegende und junge Eltern

Junge Erwachsene, die einen Familienangehörigen pflegen, kommen oft langsamer als geplant mit der Ausbildung voran. Sie sollen jetzt länger Geld bekommen, so dass sie ihre Ausbildung in Ruhe abschließen können. Auch junge Eltern, die sich noch in der Ausbildung befinden, sollen stärker unterstützt werden. So wird beispielsweise der Kinderbetreuungszuschlag erhöht und die Altersgrenze der berücksichtigten Kinder von zehn auf 14 Jahre angehoben.

6. Mehr Entlastung bei der Krankenversicherung

Seit 2015 müssen Studierende einen Zusatzbeitrag an die gesetzlichen Krankenversicherungen zahlen. Die neuen Regelungen zum BAföG berücksichtigen das und erhöhen den Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag.

Weitere Infos zur Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz findest du hier:

www.bafög.de

www.bmbf.de

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